Ein Wandertag am 3. Oktober, das soll ein geselliger Anlass im Geschäftsjahr 2009 werden. Natürlich sind wir nicht immer so „bescheiden“, wir machen hin und wieder auch „richtige“ Ausflüge, den letzten z.B. nach Prien am Chiemsee. Dass es nicht immer so üppig in unserer Vereinsgeschichte zuging, zeigt eine Anekdote aus den 50er Jahren.

Ein ganz besonderer Tag

Damals war es noch was Besonderes mit dem Bus zu einer eintägigen Fahrt zu starten, meist mit anschließender Einkehr im Gasthaus „Adler“. Natürlich waren immer die Ehefrauen der gestandenen Musiker eingeladen. Die freuten sich das ganze Jahr über auf diesen Tag, und davor ging’s zum Friseur, man musste ja adrett aussehen. Auch wurden für Mann und Ehefrau kräftig Vesperbrote gerichtet, denn unterweg auf der langen Fahrt musste man ja was zu beißen haben.

Strenge Sitzordnung

Am Sonntag vor der Frühmesse sollte es losgehen, wie immer war Treffpunkt am Kirchplatz. Für die 50 Aktiven und ihre besseren Hälften waren zwei Busse bei der damaligen Bahnbusdirektion in Freiburg bestellt worden und die Sitzordnung in den Fahrzeugen war den Mitreisenden schon mitgeteilt worden. Von wegen spontan einsteigen! Wo kämen wir denn hin?

Schwere Entscheidung

Doch es fuhr nur ein Bus vor. Der Fahrer teilte lapidar mit, dass der andere einen Defekt habe und es keinen Ersatz gebe. Nun trat die damalige Vorstandschaft zu einer kurzfristigen Krisensitzung zusammen: Nur ein Bus, das hieß, nur die Hälfte konnte mit.
Die Entscheidung: Die Frauen mussten zu Hause bleiben, die Musiker durften fahren.

Aufruhr und Beklemmungen

Wie uns Zeugen auch heute noch bestätigen, führte das zu einem mittleren Aufruhr unter den Musiker-Frauen. Und auch die Geselligkeit der ausgeflogenen Männer hatte sehr gelitten. So richtige Fröhlichkeit wollte nicht aufkommen, denn mancher der wackeren Musiker dachte den ganzen Tag über schon mit Beklemmungen an den Nach-Hause-Weg.