Wenn Sie schon im Besitz einer Eintrittskarte fürs Dreikönigskonzert sind (wenn nicht, wird’s bald Zeit! :-)), haben Sie bestimmt schon entdeckt, dass wir unser Programm mit einem Marsch beginnen. Das ist heutzutage für ein Blasmusikkonzert schon eine Besonderheit, zumal, wenn es sich um einen deutschen Traditionsmarsch handelt. Doch diese Komposition Carl Teikes passt wunderbar zu unserem Konzert-Motto: Sie ist dem Grafen Zeppelin gewidmet.

Ferdinand Graf von Zeppelin (* 8. Juli 1838 in Konstanz im Gebäude des Inselhotels; † 8. März 1917 in Berlin) war der Pionier des Luftschiffbaus und er setzte seine Idee gegen alle Widerstände und Widrigkeiten durch. „Für mich steht naturgemäß niemand ein, weil keiner den Sprung ins Dunkel wagen will. Aber mein Ziel ist klar und meine Berechnungen sind richtig“, so sagte der „Alte vom Bodensee“ über seinen großen Traum und um 1900 begann die Luftschiffffahrt mit den ersten Aufstiegen über dem Bodensee. Die Deutschen fassten Zuneigung zu dem Abenteurer und die begeisterte Bevölkerung sammelte Geld für das Projekt. 1908/09 wurden die Luftschiffbau GmbH und die Zeppelin-Stiftung gegründet, aus denen Weltfirmen wie die MTU und die Zahnradfabrik Friedrichshafen hervorgingen.

Die große Zeit der Zeppeline hat ihr Erfinder nicht mehr erlebt. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurden die riesigen „Zigarren“ am Himmel zu einem ernst zu nehmenden Verkehrsmittel, besonders für die Linien-Verbindungen nach Nord- und Südamerika. Am 6. Mai 1937 geriet LZ 129 bei der Landung in Lakehurst (bei New York) in Brand und explodierte. Dabei kamen 36 Menschen ums Leben. Dieses Unglück bedeutete für lange Zeit das Ende für die Zeppeline. Erst in unseren Tagen steigen über dem Bodensee Nachfolgermodelle der Luftgefährte von damals auf.