Das Publikum war sich einig: Mit stehenden Ovationen beglückwünschte es am Ende die Kollnauer Musikkapelle zu ihrem gelungenen Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Josef in Kollnau. Fulminant legten die über 40 Akteure mit Händels „Feuerwerksmusik“ los. Die mächtigen Blechregister waren verantwortlich für den durchdringenden Klang gleich zu Beginn des Konzertes. Mitunter verstand es das Ensemble unter der musikalischen Leitung von Otfried Weis, durch ein sehr ausgewogenes Konzertprogramm auch besinnliche und ruhige Momente hervorzurufen.

Gerade mit Mozarts „Priestermarsch und Arie des Sarastro“ sowie seiner „Romanze aus dem Hornkonzert Nr. 3“, in dem der junge Philipp Herr sein Debüt als Solohornist gab, gelang dies. Ohnehin war es ein besonderes Erlebnis, dass sehr begabte junge Solisten, nur von Stephan Ronkov an der Orgel begleitet, ihr Können zeigten. Herausragend war das Spiel von Theresa Ruf, die mit dem bekannten „Adagio aus Mozarts Klarinettenkonzert“ brillierte. Oder die Brüder Alexander und Tobias Oschwald, die einen gelungenen Kontrast hierzu mit Barattos „Sonate für zwei Trompeten“ setzen konnten.

Überhaupt waren es gerade die mit Bedacht ausgewählten abwechslungsreichen Stücke, die den Konzertabend so kurzweilig machten. Auf Richard Wagners „Elsas Prozession zur Kathedrale“ mit den fordernden Schlussakkorden des tiefen Blechs folgte Johann Sebastian Bachs „Jesus, bleibet meine Freude“. Hier genoss das Publikum die gute Intonation der sehr ausgewogen besetzten Holzregister. Nach Johann Pachelbels „Canon“ mit sehr schönen ineinander greifenden Fugen über alle Instrumente hinweg, gelang es mit moderner Musik am Ende des Abends die Besucher nochmals mitzureisen. Gefühlvoll spielte Silvia Zimmermann ihren Solopart in „Go the Distance“ aus einer Produktion der Disney Filmstudios.

Das Schlussstück „Choral and Rock Out“ von Ted Huggens war ein Spiegelbild des Abends: Nach ruhigen und getragenen Klängen im Choral setzten nacheinander, angefangen von der Tuba bis zum Flügelhorn, die einzelnen Register ein. Nicht einfach zu spielende Läufe des tiefen Blechs legten die Grundlage für das große Finale, das passend mit der Zugabe „Fanfare Royal“ endete.

Anstatt eines Eintritts gab das Publikum gern seinen Obolus als Spende zu Gunsten des Katholischen Kindergartens St. Josef. Schön war’s – Wiederholung erwünscht.

Auch die „Badische Zeitung“ berichtete: