Lesen wir einfach, was die Seite klezmer.de dazu schreibt:

„Ursprünglich die Hochzeitsmusik der aschkenasischen Juden aus dem osteuropäischen Raum, hat sich die Musik  in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und zu einer eigenen Musikrichtung gefunden, vor allem in Amerika. Aber nicht nur dort, sondern auch in Deutschland erfreut sich die Musik einer immer größer werdenden Beliebtheit. Viele junge und frische Gruppen sind hierzulande entstanden. “Klezmorim” spielten ehemals auf Hochzeiten, Ernte- und Hoffesten. Sie waren Auftragsmusiker und spielten was verlangt wurde – zumeist fröhliche Tänze. Ihr Repertoire an zeremonieller Musik und Volksweisen (das sie  auswendig konnten)  gaben sie in der Regel mündlich an die nächste Generation weiter, nicht selten an die eigenen Söhne.“

Eigentlich bezog sich der Begriff klezmer (Plural klezmorim) auf die Spieler. Erst seit Beginn des Revivals, der Wiederentdeckung dieser Musik in den USA in den 1970er Jahren, findet der Begriff Anwendung zur Bezeichnung des musikalischen Genres. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde diese Musik zumeist „jiddische“ Musik genannt. Unter der Bezeichnung Klezmer versteht man ausschließlich instrumentale Stücke. Sie sind durch ihre charakteristischen an die menschliche Stimme erinnernden ausdrucksstarken Melodien leicht zu erkennen, diese Musik kann gleichsam lachen und weinen.

Übrigens: Das Wort „Klezmer“ wird mit „s“ in der Mitte ausgesprochen: also „Klesmer“.

Ein fast unglaublicher Zufall: Einen Tag vor unserem Doppelkonzert in Oberprechtal gastiert einer der größten, wenn nicht der größte Klezmer-Musiker der Welt, ganz in unserer Nähe: Der Klarinettist Giora Feidman (Foto, *25. März 1936) spielt am 15. Mai im Denzlinger Kultur- und Bürgerhaus.